Das Joghurtgetränk Lassi ist uns zwar als indisches Produkt bekannt, allerdings kann ist es auch in angrenzenden Ländern erhältlich. Das als Ayran bekannte Getränk aus der Türkei und dem Nahen Osten ähnelt dem Lassi in mancherlei Hinsicht, etwa seine Konsistenz. Man isst es in Indien gerne zu scharfen Speisen, da es durch seinen Fettgehalt die Schärfe im Essen senkt und das Gericht besser verdaulich macht. Wird es kalt serviert, eignet es sich hervorragend als Erfrischungs-Mix-Getränk im Sommer.

Die richtige Lassi-Mischung

Gemäß seines Basisrezeptur wird Lassi aus Joghurt und Milch oder Wasser hergestellt. Im Mischungsverhältnis 1:1 wird es dünnflüssig, bei 1:2 wird es schon etwas dickflüssiger. Die Menge der Mischanteile kann man seinem Geschmack anpassen. Der verwendete Joghurt wurde aus Kulturen wie Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus gezüchtet, sodass er stark säuerlich schmeckt und dem Lassi seine typische Note verleiht.

Es gibt zwei Varianten

Es gibt zwei Varianten für den allseits bekannten Lassi. Zum einen gibt es die süße Version, welche Zucker und Safran sowie Fruchtsaft oder pürierte Früchte enthält. Gerne werden Mangos oder Bananen dafür verwendet. Der sogenannte Namkin-Lassi ist die andere Alternative und wird mit Salz gewürzt. Auch hier kann man ganz seinen Vorlieben folgen.

Grundrezept für süßes Lassi

Das Grundrezept kann bereits pur getrunken werden, ohne eine besonders fruchtige oder würzende Note. Aus diesem lässt sich allerdings schnell ein süßes Lassi herstellen. Die Zutaten für dieses Rezept sind für 750 ml Joghurtgetränk ausgerichtet und reichen für etwa 3 Gläser selbst gemachtes Lassi.

Zutaten & Infos

  • 500 ml Naturjoghurt (Vollmilch / fettarm)
  • 250 ml Leitungswasser oder Mineralwasser
  • 1 TL vom Saft einer Zitrone
    (falls der Joghurt nicht sauer genug ist)

Vorbereitungsszeit:  5 Minuten
Zubereitungszeit:  2 Minuten
Zubereitungsart: Vermischen
Portionsgröße: 750ml Lassi, 3 Portionen

Nährwertangaben

  • 100g enthalten:
  • 21 kcal (Kalorien)
  • 1,5g Kohlenhydrate
  • 1,1g Fett
  • 4mg Cholesterin
  • 0 Ballaststoffe
  • 1,2g Proteine

Zubereitung des Rezepts

Man mische die genannten Zutaten nacheinander zusammen und vermenge sie sorgfältig. Schon ist der Drink verzehrbereit oder kann mit anderen Zutaten verfeinert werden. Mithilfe dieses Rezeptes können weitere Fruchtlassi kreiert werden.

Erdbeerlassi selber machen

Mit dem oben genannten Grundrezept lässt sich bereits mit wenigen Zutaten ein leckeres Erdbeerlassi selber machen. Dazu müssen lediglich Zucker und pürierte Erdbeeren beigefügt werden.

  • 250 g Erdbeeren
  • 1 TL Zucker

Dieses Rezept reicht anschließend für 4 Gläser des Fruchtgetränkes.

Variationen

Zu kaufen gibt es die Lassis in Deutschland meist nur als Rohform oder in fruchtigen Sorten. Dabei Reichen die Variationen von Mango über Erdbeere bis hin zu Kirsch-Lassi. Wer es aber etwas vielseitiger mag, kann durch die eigene Herstellung von Lassi eine Menge anderer Geschmäcker herbeiführen.

Dazu kann man natürlich allerlei Früchte zu Hilfe ziehen, etwa Äpfel, Bananen oder Heidelbeeren. Man kann sich auch nach Saison richten und die Obstsorten verwenden, die gerade zur Hand sind. Hat man grade keine frischen Früchte, kann man auch mit Direkt-Fruchtsäften oder Fruchtmus variieren.

Perfekt eignen sich auch Zitronensaft oder Limettensaft sowie verschiedene Sirupsorten zur Verfeinerung des Lassis. Die Säure darin macht das Joghurtgetränk noch viel fruchtiger und erfrischender.

Auch mit der Süße an sich kann experimentiert werden. Mit Süßungsmitteln wie Puderzucker, Honig, Stevia oder Agavendicksaft kommt eine herrliche Vielfalt mit ins Spiel.

Wer es mal nicht süß sonder eher herber will, der kann auch sie salzig-würzige Variante ausprobieren. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Besondere Geschmackserlebnisse werden mit Essig, Kreuzkümmel oder Kardamom erreicht. On einzeln oder alleine, beim Würzen ist alles erlaubt.

Das Getränk ist mit Milch gemischt schon ein wenig mächtig. Grade für den Sommer empfiehlt es sich da, den Joghurt mit sprudelndem Mineralwasser zu vermengen. Die Kohlensäure wirkt erfrischender und macht das Getränk luftiger.

Nationale Unterschiede

Die Lassi-Rezepte variieren von Land zu Land, sodass im asiatischen Raum verschiedene Herstellungsarten bekannt sind. Neben dem Frucht-Joghurt-Wasser-Gemisch findet man ebenfalls Varianten mit Rosenwasser, Essig oder Zucker.

Die in Deutschland geführten Produkte unterscheiden sich im Geschmack der traditionellen asiatischen Getränke. Der Grund dafür ist, dass hier andere Rinderrassen für unsere Milch sorgen und die Rezepturen auf die Bevölkerung angepasst werden. So finden wir in deutschen Supermärkten selten würzige oder salzige Lassis.

Geschichte des Lassis

Den meisten Menschen ist Lassi aus dem indischen Raum bekannt, da es dort vorwiegend konsumiert wird. Texte der vedischen Zeit berichten schon von diesen ersten Milch- und Joghurtgetränken in Indien. Dort wurden sie neben anderen Speisen als vedisches Opfer an die Götter dargebracht. Es sei zu bemerken, dass zu dieser Zeit nur als wertvoll geachtete Lebensmittel den Göttern angeboten wurden. Daher spielt Lassi schon seit langer Zeit eine wichtige Rolle unter den Milchprodukten.

Auch wichtigen Gästen wurde das salzige Lassi als Getränk angeboten, da Wasser und Tee zu gewöhnlich waren. Für die Adelshäuser entstanden die süßen Lassi-Varianten.
Die kühlende Wirkung und die angebliche Steigerung der Gesundheit durch den Verzehr sollten mit einem guten Geschmack verbunden werden.

Heutzutage ist Lassi weit verbreitet und ist sogar in Deutschland in den regulären Supermarktregalen zu finden.