Joghurt bleibt flüssig

Dein Joghurt bleibt flüssig und wird nicht fest? Wir liefern Dir die Gründe, warum Dein Joghurt flüssig bleibt.

Der Joghurt wird nicht fest

Bleibt der Joghurt flüssig, kann dies verschiedene Gründe haben. Die häufigste Ursache ist eine zu hohe Temperatur.

  • Zu hohe Brut-Temperatur.
  • Zu niedrige Temperatur.
  • Abgelaufenes Joghurtferment verwendet.
  • Pasteurisierten Joghurt verwendet.
  • Milch und Joghurtferment passen nicht zusammen

Im folgenden Artikel gehen wir auf die einzelnen Punkte ein. Wir verraten Dir, wie Du diese verhindern kannst. Ist der Joghurt dickflüssig, ist vermutlich alles gut gelaufen. Möchtest Du jedoch einen stichfesten Joghurt herstellen, kannst Du dies ebenfalls auf unserer Webseite lesen.

Zu hohe Temperatur

Bleibt der Joghurt flüssig, sind meist die Milchsäurebakterien abgestorben. Ohne diese Milchsäurebakterien wird die Milch nicht sauer. Die Säure verdickt die Milch und bringt den typischen Joghurt-Geschmack.

Ursache für dieses Problem kann sein, dass Dein Joghurtmaker zu warm wird. Temperaturen über 45 °C sind schädlich für Joghurtbakterien.

Besorge Dir ein Thermometer, mit dem Du die Temperatur während der Fermentation messen kannst. Günstige Joghurtbereiter heizen, ohne die Temperatur zu prüfen. Besonders im Sommer kann dies dazu führen, dass die Milch über 45 °C warm werden kann.

Um dass zu verhindert kannst Du folgende drei Optionen versuchen:

Elektronisches Steckdosen-Thermostat

Ein elektronisches Steckdosen-Thermostat kann Dein Joghurtbereiter abschalten, wenn die Temperatur zu warm wird. Dies funktioniert nur mit Geräten, welche automatisch Heizen, sobald diese Strom bekommen. Dies ist bei günstigen Geräte häufig der Fall.

Joghurt in den Keller herstellen

In vielen Kellern herrscht das ganze Jahr über eine gleichbleibende Temperatur. Diese ist meist niedriger als im Wohnbereich. Du kannst probieren bei diesen Temperaturen Deinen Joghurtmarker zu nutzen.

Milch nicht vorheizen

Viele Milchsäurebakterien beginnen ihre Arbeit bereits ab 15 °C. Verwendest Du zimmerwarme Milch, können die Bakterien bereits loslegen. Das Heizelement im Gerät ist deutlich länger mit dem Aufwärmen beschäftigt, als mit vorgewärmter Temperatur. Der Zeitpunkt bis die Milchsäurebakterien absterben wird so möglicherweise nicht erreicht.

Zu niedrige Temperaturen

Temperaturen unter 38 °C führen dazu, dass sich die Bakterien nur langsam vermehren. Unter 15 °C stellen diese komplett ihre Tätigkeit ein. In diesem Fall können unerwünschte Bakterien aktiv werden.

Prüfe aus diesem Grund die Temperatur im Joghurtmaker mehrmals. Sollte sich die Temperatur nicht zwischen 38 - 45 °C befinden, läuft etwas falsch!

Schafft Dein Joghurtmaker diese Temperatur nicht, können folgende Dinge schiefgegangen sein.

Zuviel Milch im Gerät

Je mehr Milch sich im Gerät befindet, umso mehr Masse muss aufgeheizt werden. Achte hierbei auf die Angaben vom Hersteller. Hast Du nicht mehr die originalen Innenbehälter kann es passieren, dass Du mehr Milch verwenden kannst, als vom Hersteller vorgesehen.

Unzureichende Leistung, um die Milch auf Temperatur zu bringen

Joghurtbereiter haben meist nur eine geringe Leistung von 20 bis 40 Watt. Ist die Milch nicht vorgewärmt, muss das Gerät diese erst einmal herstellen. Je kühler die Milch eingefüllt wurde, desto mehr Zeit wird benötigt.

Verwende daher zimmerwarme Milch, besser vorgewärmte Milch. Vorgewärmte Milch verkürzt die Fermentationsdauer und vermindert Fehlgärungen.

Umgebungstemperatur zu kühl

Die Umgebung ist üblicherweise kälter als die Fermentationstemperatur von 42 °C. Dadurch wird stetig Wärmeenergie an die Umgebung abgegeben.

Der Verlust der Wärmeenergie darf nicht höher als die Heizleistung sein. Sollte dies passieren, kann die Milch nicht aufgeheizt oder warm gehalten werden. In unbeheizten Räumen kann dies saisonal passieren.

Um dem Wärmeverlust Einhalt zu gebieten, kannst Du eine Thermobox verwenden. Um die Brandgefahr zu minimieren, solltest Du eine feuerfeste Unterlage verwenden z. B. eine Fliese. Zusätzlich benötigst Du eine elektrische Temperaturregelung, anderenfalls wird der Joghurtmaker über 45 °C warm.

Zu altes Joghurtferment

Auch Joghurtfermente haben ein Haltbarkeitsdatum. Lebensmittel sind nach Ablauf des MHD meist nicht schlecht und können weiterhin verzehrt werden.

Die Joghurtfermente enthalten lebendige Bakterien. Ihre Lebensspanne ist auch im gefriergetrockneten Zustand endlich.

Weiterhin führt eine schlechte Lagerung dazu, dass Joghurtfermente vorzeitig ihren Dienst einstellen. Häufig sind es zu hohe Temperaturen über 25 °C, welche die Bakterien schneller sterben lassen.

Du solltest die Joghurtfermente kühl und trocken lagern. Die besten Bedingungen herrschen im Kühlschrank, doch auch eine Lagerung in einem kühlen Keller ist möglich.

Pasteurisierten Starter-Joghurt verwendet

Verwendest Du einen Starter-Joghurt, darf dieser nicht pasteurisiert sein. Bei Mischerzeugnissen kann es vorkommen, dass diese nach der Fermentation pasteurisiert werden müssen.

Bei der Pasteurisierung wird das Produkt wärmebehandelt um Keime zu töten. Damit werden auch die Milchsäurebakterien getötet, welche die Milch fermentieren sollen.

Achte daher darauf, dass Du einen Naturjoghurt ohne Zusätze verwendest. Auf der Verpackung sollte die Angabe "pasteurisiert" fehlen!

Milch und Joghurtferment passen nicht

Kuh- oder Schafsmilch funktionieren meist ohne Probleme. Ziegenmilchjoghurt ist natürlicherweise flüssig.

Auch Joghurt aus Pflanzenmilch ist häufig schwierig. Hier ist besonders das richtige Joghurtferment wichtig. Denn das Ferment sorgt dafür, dass natürliche Geliermittel bei der Fermentation entstehen.

Mein Joghurt ist dickflüssig aber nicht fest

Dein Joghurt ist dickflüssig, obwohl Du einen stichfesten Joghurt Selbermachen möchtest? Auch hierfür haben wir Lösungen auf unserer Webseite.

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